Die neue Halle

Das Siegerprojekt für die Lonza-Arena in Visp, stammt vom Totalunternehmen Frutiger AG. Sowohl die Gemeinde Visp, wie auch die Fach- und Sachjury haben das Projekt einstimmig zum besten Projekt gewählt.

Die neue Halle entspricht nicht nur den funktionalen und räumlichen Anforderungen. Mit ihrer Architektur bereichert sie das Visper Ortsbild. Die Gemeinde, der EHC Visp, die Schulen, Aussteller und Eventorganisatoren bekommen eine auf ihre Bedürfnisse massgeschneiderte Arena.

Die Halle wurde von den Architekten rollimarchini (Bern) und Scheitlin Syfrig (Luzern) entworfen. Die Lonza-Arena soll zwischen der Kantonsstrasse und der Seewjinenstrasse gebaut werden. Mit einer Gesamtfläche von rund 5’700m2 und einer maximalen Gebäudehöhe von 15m, die in Richtung Süden leicht abfällt, nimmt sie trotz ihrer Grösse auf die benachbarten Wohnbauten Rücksicht und fügt sich positiv in die bestehenden Bebauungsstrukturen ein.

Der Grossteil der Besucher betritt die neue Eis- und Eventhalle durch den Haupteingang auf der Südseite des Gebäudes leicht zurückstehend von der Kantonsstrasse. Die bestehenden Pappelbäume markieren den Haupteingangsbereich und wirken als Filter zwischen der Stadionvorzone und der Hauptstrasse. Gegenüber -  auf der Nordseite des Gebäudes - befinden sich die Zugänge für die Spieler, die VIPs, das Personal, das öffentliche Schlittschuhlaufen sowie für die Infrastruktur der Anlage. Da das Eisfeld und somit auch die beiden Längstribünen parallel zur Kantonsstrasse ausgerichtet werden, können Besucherströme zur Eis- und Eventhalle optimal koordiniert werden. Zudem sind die lärmintensivsten Bereiche am weitesten vom Wohnquartier entfernt.

Die Lonza-Arena besitzt neben den eindrücklichen Fassaden zwei volumetrisch raumbildende Elemente, die das Gebäude in die jeweiligen Nutzungsbereiche aufteilen. Zum einen ist es die ums Eisfeld angelegte Tribünenanlage, zum anderen die im Norden des Gebäudes angelegte Infrastrukturzone mit Restaurants, VIP-Logen sowie Büro- und Technikbereichen. Durch die Trennung dieser beiden Elemente entsteht im Erdgeschoss eine zusammenhängende Zirkulationsfläche mit Verpflegungsständen, Toilettenanlagen, Lager- und Infrastrukturräumen. Die Zirkulationsfläche kann je nach Nutzung als Ganzes oder mit Hilfe von Trennelementen in einzelnen Sektoren genutzt werden. Dies gewährt einen optimalen Betrieb sowohl für das Eisstadion als auch für die Eventhalle.

Die Tribüne ist in vier Sektoren aufgeteilt. Je nach Szenario finden bis zu 5’000 Besucher auf den Rängen Platz. Während sich die Stehplätze hinter den beiden Torräumen befinden, sind die Sitzplätze vorwiegend auf der Haupt- und Gegentribüne angelegt. Je nach Bedürfnis können die Sitzeinheiten beliebig im Bereich der Stehplätze erweitert werden. Mit dem Anheben des ersten Rangs auf eine Höhe von rund 2.30m geniessen sämtliche Plätze eine optimale Sicht auf das Eisfeld.

Die Halle verfügt über ein sehr innovatives Eistechniksystem. Die Anlage ist 100% ammoniakfrei, nutzt die Abwärme und hat dadurch einen hervorragenden energetischen Wirkungsgrad. Dies wird sich positiv auf die Betriebs- und Unterhaltskosten auswirken.

Weitere Informationen

Auf der Seite „weiterführende Dokumente“ sind sowohl der Jurybericht als auch die Pläne des Gewinnerprojekts aufgeschaltet. Den Ausführlichen Baubeschrieb finden Sie auf der Seite Architekten Scheitlin Syfrig