Die Finanzierung

Das Kostendach

Die Erstellungskosten für die Lonza-Arena belaufen sich auf 35.5 Millionen Franken. Dank der Tatsache, dass die Gemeinde sich bei der Ausschreibung für einen Gesamtleistungs - Studienauftrag entschieden hat, besteht eine klare Kostensicherheit. Investitionen, die nicht zur Grundausstattung gehören und spezifisch dem EHC Visp dienen, sind in den Erstellungskosten nicht enthalten. Dabei handelt es sich z.B. um die Beschaffung des Mobiliars für den Catering-Bereich, einen LED-Würfel, die Ausstattung des Fitness-Raum usw. Diese Kosten werden vollumfänglich von der EHC Visp Sport AG getragen.

Das Finanzierungskonzept

Die Gemeinde wird die Finanzierung auf vier Säulen aufbauen. Neben der Neuverschuldung von 19 Millionen Franken wird die Gemeinde während vier Jahren insgesamt 7.5 Millionen Franken aus dem Cash-Flow investieren. Zusammen mit den 5.5 Millionen Franken aus dem Verkaufserlös des Litternagrundstücks und den 3.5 Millionen Franken aus Partner- und Sponsorengeldern ist die Finanzierung für den Neubau gewährleistet.

Mit diesem Finanzierungskonzept bleibt die Neuverschuldung trotz Grossinvestition angemessen. Die Realisierung von anderen wichtigen Projekten in der Basis-Infrastruktur ist weiterhin sichergestellt.

Auch in den letzten zehn Jahren konnte die Gemeinde Visp die Pro-Kopf-Verschuldung laufend senken. Angesichts der hohen Investitionen, welche die Gemeinde über diese Jahre getätigt hat, ist dies sehr erfreulich. So konnten in dieser Zeit wichtige Projekte finanziell unterstützt und umgesetzt werden, wie z.B. der Bahnhof, das Schwimmbad, das Altersheim, der Garderobentrakt des Fussballplatzes, die Dreifachturnhalle um nur einige zu nennen.

Heute beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung in Visp noch 2‘270 Franken. Mit der zusätzlichen Neuverschuldung durch die Neue Eissport- und Eventhalle von 19 Millionen Franken würde diese Pro-Kopf-Verschuldung per Ende 2019 auf 4‘200 Franken steigen, die gesamte Nettoverschuldung auf 32 Millionen Franken. Nach Schweizer Standards ist dies für eine Gemeinde wie Visp (mit einem jährlichen Cash-Flow von 8 bis 10 Millionen Franken) eine angemessene Verschuldung.

Dies ist umso bemerkenswerter, weil während den drei Jahren der Bauzeit (2017 – 2019) jedes Jahr ein Betrag in der Grössenordnung von Fr. 7 Mio. für zusätzliche andere Investitionen vorgesehen und in der Berechnung enthalten ist, ohne dass sich für die Steuerzahlenden etwas ändert.

Das Finanzierungskonzept wurde vom Gemeinderat an der Sitzung vom 13. September 2016 einstimmig genehmigt.